Einen echten Apache Webserver installieren

Entwicklung

Die Installation eines Webservers ist unter Ubuntu unter umständen sogar komfortabler als mit einem Fertigpaket Die Installation eines Webservers ist unter Ubuntu unter umständen sogar komfortabler als mit einem Fertigpaket
Bis an hin haben wir lokal immer mit einem Xampp Server gearbeitet. Mit der Zeit stiessen wir aber auf die immer selben Probleme und Macken, was mich auf den Plan brachte, mal selbst einen lokalen Server (mit PHP, MySQL und phpmyadmin) aus den Ubuntu Paketquellen aufzusetzen (auch dank dem Einwand von @P4G0 ^^). Die Installation ist gewohntermassen einfach und der Server ist, mit einer Ausnahme, genügen vorkonfiguriert, damit man damit lokal testen und entwickeln kann.

Installation von Apache

Zuerst installiert Apache aus den Paketquellen:
sudo apt-get install apache2
Damit man später überhaupt etwas auf den Server schreiben kann, muss man die Verzeichnisrechte anpassen.
sudo chmod 0775 /var/www
sudo chgrp -R www-data /var/www
sudo adduser *benutzername* www-data
Damit die frisch erteilten Rechte übernommen werden, muss man sich an- und abmelden. Anschliessend erscheint unter Aufruft von localhost ein Meldung, dass die Installation erfolgreich war.

PHP installieren

Die Installation von PHP ist kinderleicht:
sudo apt-get install php5 php5-mysql php5-imagick

Installation vom MySQL-Server und phpmyadmin

Anschliessend installiert man den MySQL-Server:
sudo apt-get install mysql-server
Zum verwalten der Datenbanken bevorzuge ich phpmyadmin, eine andere GUI wäre auch möglich:
sudo apt-get install phpmyadmin
Damit Apache auch etwas vom neuen Datenbank-Frontend mitbekommt, muss noch ein Softlink gesetzt werden. Damit dieser übernommen wird, müssen wir Apache neu starten.
sudo ln -s /etc/phpmyadmin/apache.conf /etc/apache2/conf.d
sudo apache2ctl restart
Während der MySQL-Server installiert wird, muss ein Rootpasswort eingegeben werden Während der MySQL-Server installiert wird, muss ein Rootpasswort eingegeben werden
Die Konfiguration gestalltet sich nicht schwierig Die Konfiguration gestalltet sich nicht schwierig
Auch hier muss man nur bestätigen Auch hier muss man nur bestätigen
Auch hier muss man wieder ein Rootpasswort eingeben Auch hier muss man wieder ein Rootpasswort eingeben

FTP-Server installieren

Ein ganz grosser Punkt, wieso ich umgestiegen bin. Keine Ahnung wieso, aber bei Xampp wollte der FTP-Server nie wie ich wollte. Mit dieser Methode geht es einwandfrei. Einfach nicht vergessen, dass das Server Root-Verzeichnis in /var/www/ liegt!
sudo apt-get install proftpd
Auch proftpd kann mit den standard Einstellungen installieren Auch proftpd kann mit den standard Einstellungen installieren

Fazit

Wie man sieht, ist der Aufwand zwar ein wenig grösser als bei einem Fertigpaket, es funktionieren dafür alle notwendigen Schnittstellen. Da ich hauptsächlich mit Joomla! arbeite, teste ich auch gleich immer die SEF-URLs. Damit diese von unserem Server überhaupt gemacht werden können, muss man noch das Modul "mod_rewrite" laden.

Auf HowtoForge findet man noch weitere Anleitungen zu diversen Webserver (danke @suckup_de).

Optional: mod_rewrite aktivieren

Für viele Objekte ist mod_rewrite unumgänglich. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es äusserst blamabel und nervenaufreibend ist, wenn lokal alles wunderbar funktioniert, im online Betrieb mit aktiviertem rewrite jedoch nicht.

Als erstes muss man das Modul laden und anschliessend Apache neustarten:
sudo a2enmod rewrite
sudo /etc/init.d/apache2 restart
Anschliessend muss noch die config angepasst werden. Dazu öffnen wir default Einstellungen:
sudo gedit /etc/apache2/sites-available/default
Und ändern alle "AllowOverride None" zu "AllowOverride All". Abschliessend zwingt man Apache zu einem Neustart mit der neuen config.
sudo /etc/init.d/apache2 force-reload

Kommentar schreiben


Letzte Kommentare

  • GROẞARTIG! Herzlischen Dank! Weiter...
  • Ich habe diese HTC hero und es ist fantastik! Weiter...
  • Vielen Dank für die hilfreichen Tipps! Ich habe versucht, eine lange Zeit, ... Weiter...
  • Vielen Dank für den Hinweis! Habe es eben geändert. Weiter...
  • Danke für den Artikel, aber mach bitte aus dem `sudo gedit` ein `gksu gedit... Weiter...